Matthias und Arthur Tukan aus Bielefeld bauen mit DARIA ein Transportunternehmen in Florida auf. Ihre Geschichte ist die eines Entschlusses, der lange reifte und dann schnell in die Tat umgesetzt wurde.
Wer sind die beiden Brüder?
Matthias ist 31, Arthur 24. Aufgewachsen in Bielefeld, polnische Wurzeln, die Familie stammt aus Danzig. Seit 2015 hatten die beiden die Idee, gemeinsam etwas aufzubauen. Die Details fehlten noch. Die Richtung war klar.
Matthias arbeitete sieben Jahre in der Speditionsbranche. Er fing als Fahrer an und arbeitete sich zum Regionalleiter hoch. Verantwortung für Teams, für Umsatz, für Fahrer. Eine Karriere, die in Deutschland klar nach oben zeigte. Seine aktuelle Firma hat ihm die Position als Geschäftsführer angeboten. Sie versucht bis heute, ihn umzustimmen.
Er geht trotzdem.
Arthur kam über seinen Bruder zur Logistik. Er begann im kaufmännischen Bereich, aber die Gespräche mit Matthias zogen ihn tiefer in die Branche. Heute bereitet er sich auf die IHK-geprüfte Verkehrsleiterprüfung im Güterkraftverkehr vor. Die formale Grundlage, die man in der EU braucht, um ein Transportunternehmen rechtlich zu betreiben. Das Wissen, sagt er, nehme er auch mit in die USA.
Wie kamen sie zu DARIA?
Ihr Vater war es. Im Herbst 2024 sprach er die Brüder an: Hier sei etwas, das zu euren Interessen passen könnte. Sie nahmen es ernst.
Erstes Gespräch mit Bernd Roebers. Dann mehrere Monate intensive Unterhaltungen, online und persönlich. Bis sie schließlich nach Erkelenz fuhren. Das war der erste Wendepunkt, sagen beide. Sie stiegen ein.
2025 der erste Besuch in den USA. Direkt beim Samstags-Frühstück in Cape Coral dabei. Zurück in Deutschland folgte ein Zoom-Call mit Frank Rahlf, später ein persönliches Treffen beim Member-Happening in Deutschland. Aus einem losen Gespräch über Logistik-Expertise wurde eine konkrete Idee, die sich mit jedem Schritt schärfte.
Was hat sie wirklich überzeugt? Nicht die Zahlen. Die Community. Die Philosophie. Und ein Satz von Frank, der bei Matthias hängen geblieben ist:
„Wir sind nicht hier, um eine Unterschrift zu hinterlassen. Wir hinterlassen einen Fußabdruck. Besonders für die Kinder, für die Generation danach. Dieses Gefühl ist tausendmal schöner.“
Was ist DARIA US Logistics?
DARIA US Logistics ist ihr Unternehmen. Gegründet als Teil der DARIA-Community, mit einem klaren Auftrag: Logistik für Menschen, die nach Florida kommen oder dort bereits leben.
Die Geschäftsfelder: Privattransporte, Möbelverschiffungen für Neubauvillen und Beratung bei Verschiffungen. Wer als DARIA-Member umzieht, wer eine Villa einrichtet oder Möbel aus Europa verschicken will, hat in Matthias und Arthur direkte Ansprechpartner. Menschen, die den Weg selbst gehen.
„Wir sind direkte Ansprechpartner, auch für die Beratung“, sagt Arthur. „Wer wissen will, was Verschiffungen kosten, worauf man achten muss und wie man es am besten organisiert, der kommt zu uns.“
Seit ungefähr Juni 2025 organisieren sie Verschiffungen bereits von Deutschland aus. Noch über ein Partnernetzwerk, denn bis Ende April, Anfang Mai leben beide noch in Bielefeld. In Florida wollen sie anfangs selbst fahren und transportieren, eine eigene Fahrzeugflotte aufbauen. Parallel dazu entwickeln sie gemeinsam mit der DARIA IT-Abteilung eine neue, kompaktere Software für die Koordination der Aufträge.
Welche Unterschiede
überraschen sie?
Florida ist nicht Bielefeld. Das merken sie schon jetzt, aus der Distanz.
Matthias spricht es offen an: „Die Pünktlichkeit wird anders gelebt. Aussagen bei Terminen haben manchmal einen anderen Verbindlichkeitsgrad. Das muss man kennen, damit man nicht falsch rechnet.“ Zwei Partner, die aufeinandertreffen, müssen sich erst einspielen. Das sei normal. Aber man muss wissen, dass es so ist.
Was ihn gleichzeitig fasziniert, ist die Trucker-Kultur in den USA. In Deutschland ist LKW-Fahrer ein Beruf mit strukturellem Imageproblem. Fachkräftemangel, hohe Fluktuation. Fahrer, die zwei Wochen bleiben und dann gehen. In den USA ist das anders. Viele Trucker sehen ihren Beruf als Lifestyle, als Ausdruck von Freiheit. Eine andere Ausgangslage.
Dazu kommt ein geografischer Vorteil: Die meisten Speditions- und Logistikunternehmen operieren von Miami oder weiter nördlich. Für den Südwesten Floridas, für Cape Coral und Fort Myers, bedeutet das: wenig direkte Konkurrenz und viel Raum, um sich zu etablieren.
Wann beginnt der neue Lebensabschnitt?
Ende April, spätestens Ende Mai 2026. Dann wollen die beiden Brüder in die Staaten ziehen. Der Visumsprozess läuft: Alle Dokumente sind eingereicht, der Interview-Termin steht noch aus.
Die Frauen und Kinder kommen mit. Matthias‘ Sohn ist vier Jahre alt, seine Tochter wird im Juli zwei. Für Matthias war das ein bewusster Gedanke: Die Kinder sind in einem Alter, in dem der Schritt leichter fällt. Keine Schule, die unterbrochen werden müsste. Kein sozialer Riss, der schwer zu kitten wäre.
Dass er ausgerechnet nach Florida geht, hat vor allem Arthur überrascht. „Ich bin eigentlich ein Wintermensch“, sagt er. Dass er das als nächstes Kapitel wählt, sei wirklich DARIA zu verdanken.
Die ursprünglichen Pläne sahen anders aus. Die polnischen Wurzeln, die Verbindung nach Danzig: Europa, vielleicht Polen, war das gedachte Terrain. Nicht Florida. Aber ihre Eltern in Deutschland unterstützen die Entscheidung vollständig und schließen nicht aus, irgendwann selbst nachzukommen.
Was treibt sie wirklich an?
Arthur bringt es auf den Punkt: „Wir wollen nicht nur nehmen. Wir wollen geben. Mehrwert für die Community schaffen, statt nur zu warten, was passiert.“
Matthias ergänzt: „Wenn man Verantwortung übernimmt und dann Ergebnisse sieht, ist das ein Gefühl, das sich schwer erklären lässt. Du weißt einfach, dass du das Richtige getan hast.“
Was sie an DARIA besonders anspricht, ist das, was sich in wenigen Unternehmen findet: das Vertrauen, dass alle dieselbe Haltung mitbringen. Dass niemand nur an sich denkt. „Wir haben alle etwas riskiert“, sagt Matthias. „Keiner hat eine Garantie. Aber nur zusammen kommen wir dahin.“
Und dann ist da noch der Satz von Frank, der bei Arthur geblieben ist: Hammer oder Amboss. Aktiv gestalten oder sich gestalten lassen.
„Wir wollen Hammer sein. Etwas schaffen, das für alle da ist. Nicht nur für uns.“
Wie sehen die nächsten Jahre aus?
Die nächsten drei bis vier Jahre haben Matthias und Arthur klar vor Augen. Eigene Fahrzeugflotte aufbauen. Mitarbeiter einstellen: Buchhaltung, Vertrieb, vor allem Marketing. Ein Gehalts- und Benefits-System, das Mitarbeiter hält und fair behandelt. Deutsches Know-how als Grundlage, amerikanischer Markt als Bühne.
Nicht als externe Dienstleister. Als Teil der Community.
„Das Schöne daran ist, dass wir das alles zusammen aufbauen“, sagt Arthur. „Nicht nebeneinander, sondern miteinander.“
Für DARIA-Member bedeutet das konkret: Wer umzieht, wer Möbel verschifft, wer nicht weiß, wie man das alles organisiert, findet in Matthias und Arthur Ansprechpartner, die den Weg selbst gegangen sind. Kein Callcenter, kein Formular. Ein direktes Gespräch mit Menschen, die verstehen, was es bedeutet, von Deutschland nach Florida zu wechseln.
Matthias und Arthur Tukan sind zwei von vielen Menschen in der DARIA-Community, die nicht nur investieren, sondern aufbauen. Die Logistik ist ihr Werkzeug. Das Ziel ist größer: etwas hinterlassen, das Bestand hat.
Rouven Zietz
Kommunikationsstratege
Versteht Kommunikation als Verbindung – zwischen Menschen, Marken und Ideen. Als studierter Kommunikationsexperte (M.A.) mit journalistischem Hintergrund und strategischem Blick entwickelt er seit 18 Jahren klare, wirksame Konzepte für anspruchsvolle Kommunikation.









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